The mortal taste of autumn

Es ist mir ein Anliegen, den neulich noch so wunderschön herbstlichen Harz, auch von seiner realen und sehr traurigen Seite zu zeigen. Als ich vor einigen Wochen nach langer Zeit mal wieder durch den Harz fuhr, war ich erschüttert über die wahnsinnig vielen abgestorbenen Fichten zwischen dem Torfhaus und Braunlage. Ich nahm mir vor, wenn das Wetter entsprechend schlecht und ungemütlich ist, diese Tragödie zu fotografieren. Letzten Donnerstag war es soweit, der Morgen wolkenverhangen, nebelig und saukalt. Genau sie richtige Stimmung um sich mit der Kamera auf den Weg zu machen…

An der Bundesstraße B4 hinter dem Torfhaus stellte ich mein Auto ab und sah mir das Elend an. Der Wind der vorbeifahrenden Autos schob mich an die Seite und der Lärm war nahezu unerträglich in dieser traurigen Idylle. Einige Vögel versuchten sich bemerkbar zu machen, gingen aber in dem Getöse schier unter. Ich fand einen kleinen Pfad und ging querfeldein mitten in den Baumfriedhof. Ich setzte mich ins nasse Gras und mir wurde klar, als Baum hast Du an so einer Straße echt ein Scheissleben… Nur 2 Sekunden war es völlig ruhig und ich konnte Kontakt mit der Natur aufnehmen und der Stille lauschen.

An einer anderen Stelle hielt ich am Seitenstreifen und ein junger volltätowierter Mann machte völlig fassungslos Fotos mit dem Handy von genau diesem traurigen Szenario. Er fragte mich, wie denn das sein könnte? Warum die Bäume sterben? Was da los ist? Wir unterhielten uns eine kleine Weile und mir wurde klar, wie wichtig es ist, über das Waldsterben im Harz zu berichten. Schuld ist der trockene Sommer, die Stürme und vor allem aber der Borkenkäfer.

Den besten Artikel, den ich zu diesem Thema gefunden habe, ist tatsächlich aus der Bildzeitung.